Archiv für 22. Januar 2010
Frankfurt. Das Unwort des Jahres 2009 heißt „betriebsratsverseucht“. Dies gab die sprachkritische Aktion „Unwort des Jahres“ an der Frankfurter Universität jetzt bekannt. Die Jury bezog sich dabei auf die Sendung „Monitor“ (ARD 14. Mai 2009), in der ein Mitarbeiter einer Baumarktkette berichtete hatte, dass dieses Wort von Abteilungsleitern verwendet wird, wenn ein Mitarbeiter von einer Filiale mit Betriebsrat in eine Filiale ohne Betriebsrat wechseln will. Dort könnte ihm vorgehalten werden, dass sein bisheriges Vetrauen in eine Arbeitnehmervertretung die Einstellung gefährde. „Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen „stört“ zwar viele Unternehmen, sie als „Seuche“ zu bezeichnen, ist indes ein zumindest sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen“, so die Jury. Diesen Beitrag weiterlesen »
Westerwaldkreis. Von Mittwoch, 3. Februar, 18 Uhr, bis Donnerstag, 4. Februar, 6 Uhr, ist die Kreisstraße 72 zwischen Bellingen (K8) und Stockum-Püschen wegen eines Schwertransportes (Länge: 49,50 m Breite: 5,40 m Höhe: 4,10 m Gesamtgewicht: 403 Tonnen Achsen: 26) gesperrt. Die Umleitungsstrecke führt über Rotenhain.
Höhn. „Wandschmierereien“, so die Polizei, hat es in Höhn gegeben. Zwischen Freitag, 15 Januar, und Samstag, 16. Januar, haben unbekannte Täter demnach am Wasserhochbehälter in der Westerwaldstraße, an einem auf dem selben Gelände stehenden Flüssiggasbehälter, einer Garagenwand eines nahegelegenen Privatgrundstückes sowie an der Gebäuderückfront des Dorfgemeinschaftshauses in der Straße „Im Holzborn“ mit Sprühfarbe in unterschiedlicher Farbe und Größe folgende Texte angebracht: „BSP“, „Tune-Gune“, „Bonlieu“. Die Polizeiinspektion Westerburg bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0 26 63⁄9 80 50.
Nassau. Eine Frau, die am Mittwoch gegen 16:10 Uhr in ihrem Pkw in der Schlossstraße in Nassau saß, wurde laut Polizei von einem jungen Mann angesprochen, der sie um Kleingeld zum Telefonieren bat. Als die Frau ihre rot-weiß-karierte Geldbörse mit rund 90 Euro Bargeld und diversen Papieren hilfsbereit hervorholte, nahm der Täter diese blitzschnell, aber ohne Gewaltanwendung an sich und rannte davon. Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos.
Der Täter wird wie folgt beschrieben:
- zirka 25 Jahre alt,
- glatzköpfig,
- schlanke Statur,
- hellhäutig,
- bekleidet mit dunkler Hose und dunklem Mantel.
Die Polizei Bad Ems bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0 26 03⁄97 00.
Rennerod. Ein 37-jähriger Mann fuhr nach Polizeiangaben mit seinem Pkw die Herborner Straße in Richtung Rennerod und wollte in Höhe eines Anwesens nach links auf den Hof abbiegen. Dabei stieß er mit dem nachfolgenden Wagen einer 36-jährigen Frau zusammen, die ihrerseits das Fahrzeug des Mannes überholen wollte. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 4000 Euro. Ein Pkw war nicht mehr fahrtüchtig und musste abgeschleppt werden.
Hachenburg. Ein zehnjähriges Mädchen aus Hachenburg wurde gestern Mittag gegen 12:10 Uhr bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei fuhr eine 25-jährige Fahrzeugführerin aus der Verbandsgemeinde Hachenburg auf der Koblenzer Straße in Hachenburg stadteinwärts. Als sie bemerkte, dass das Mädchen am rechten Fahrbahnrand stand, verlangsamte sie vorsichtshalber ihre Geschwindigkeit, wurde aber trotzdem überrascht, als das Kind unvermittelt loslief, um die Straßenseite zu wechseln. Die Fahrerin konnte ihren Wagen nicht mehr rechtzeitig abbremsen und das Kind wurde von der Fahrzeugfront erfasst und durch die Luft geschleudert. Dabei erlitt das Mädchen einen Beinbruch, außerdem – so die Polizei – bestehe der Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung. Das Kind wurde per Rettungshubschrauber in das Elisabeth-Krankenhaus Neuwied geflogen.
Westerwaldkreis. „Wie können die beruflichen Teilhabechancen für psychisch kranke Menschen im Westerwald verbessert werden?“ – mit dieser Frage beschäftigt sich das „Forum Soziale Gerechtigkeit“ bei seiner nächsten Veranstaltung am Mittwoch, 10. Februar, 19 Uhr, im Integrationsbetrieb „Cafe Vogelhaus“ in Montabaur (Konrad-Adenauer-Platz).
Die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit psychischen Erkrankungen liegt auch im Westerwald deutlich über dem Durchschnitt, so Uli Schmidt, Sprecher des Forums. Viele von ihnen finden nur eine Beschäftigung in einer „Werkstatt für behinderte Menschen“. Zu dieser besonderen Lage Betroffener werden bei der Veranstaltung mehrere fachkundige Referenten aus dem Umfeld des Arbeitsmarktes und der praktischen Arbeit mit psychisch kranken Menschen ihre Sicht der Dinge vortragen. Darunter Uli Krüger von der bundesweit tätigen „Aktion Psychisch Kranke“ (APK) aus Bonn und Werner Bleidt von der Integrationsfirma BEST aus Boppard. Diesen Beitrag weiterlesen »
Westerwaldkreis. Mit einer „Sozialen Ideenwerkstatt“ beginnt das Jahresprogramm des „Forum Soziale Gerechtigkeit“ am Samstag, 23. Januar, im Martin-Luther-Haus der Evangelischen Kirchengemeinde in Nordhofen (Fachwerkhaus an der Kirche in der Ortsmitte). Alle Westerwälder, die künftig im Forum in irgendeiner Form mitarbeiten wollen, sind dazu ab 14 Uhr willkommen. Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr. Gemeinsam sollen bei Kaffee und Kuchen sozialpolitische Defizite im Westerwaldkreis aufgezeigt und nach geeigneten Aktionsformen zu deren Beseitigung gesucht werden. Angesprochen wird auch das Veranstaltungsprogramm 2010 und die künftige Arbeitsweise des Forums.
Weitere Infos zum „Forum Soziale Gerechtigkeit“ und Anmeldung zur „Sozialen Ideenwerkstatt“ bei Forumssprecher Uli Schmidt, Horbach, Telefon: 0 64 39⁄90 92 27, oder per Mail unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de. Wer das Forum finanziell unterstützen will, kann dies mit einer Überweisung auf das Konto 4366247 bei der Sparda-Bank, BLZ 550 905 00. Alle Spenden werden hundertprozentig für die Arbeit des „Forum Soziale Gerechtigkeit“ verwendet.
Mehr als 500 Kinder und Jugendliche sowie Mitarbeiter der Salesianer Don Boscos-Jugend Dritte Welt auf Haiti kamen ums Leben. Die Einrichtungen sind zerstört. Eine schreckliche vorläufige Bilanz. In Wissen gibt es eine 16-jährige Partnerschaft mit der katholischen Jugend und dem Jahrmarktsteam. Hier sind im Laufe der Jahre Freundschaften entstanden und der Hilfeaufruf erreichte unsere Redaktion. Und auch die Bitte um Spenden.
Von Helga Wienand

Pater Lephene (links) von den Salesianern Don Boscos gehört zu den wenigen Überlebenden und lieferte einen aktuellen Bericht. (Fotos: Jugend Dritte Welt/Pressestelle)
Wissen/Bonn. Die Salesianer Don Bosco-Jugend Dritte Welt und der Jahrmarkt Wissen sind seit 16 Jahren feste Partner, wenn es um Hilfe für Kinder und Jugendliche in den ärmsten Regionen dieser Erde geht. Auch in Latein‑ und Mittelamerika leistete der Jahrmarkt Wissen beachtliche Hilfe im Laufe der Jahrzehnte. In vielen Jahren entstanden Freundschaften zu den Patres und der Leitung Jugend Dritte Welt in Bonn.
Die Betroffenheit in Wissen über die vielen Toten und Zerstörungen der Projekte der Salesianer in Haiti ist groß.
„Wir verfolgen die Nachrichtenlage und informieren uns laufend auf der Homepage von Jugend Dritte Welt“, sagte Jahrmarktsmitarbeiter Herbert Stangier. Am Montagabend traf sich das Jahrmarktsgremium turnusmäßig und Haiti war natürlich ein Thema. Die Freundschaft zu Wissen ist mit ein Grund, dass die Organisation einen Nothilfe-Aufruf startete, der auch unsere Redaktion erreichte. Geschäftsführer Hans-Peter Dörrich, in Wissen gut bekannt, befindet sich zurzeit in den USA, um von dort die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren.








