
Viel Andrang herrschte in der Verkaufs- und Ausstellungshalle der Firma "HolzLand Jung" in Weroth anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen den Eisbachtaler Sportfreunden und dem 1. FSV Mainz 05. (Fotos: Herbert A. Eberth)
Weroth. Fußball-Oberligist Eisbachtaler Sportfreunde (SF Eisbachtal) ist ab sofort neuer Partnerverein des Nachwuchsleistungszentrums des Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. Der Vertrag zur Kooperation zwischen den Jugendabteilungen von Mainz 05 und Eisbachtal wurde jetzt offiziell in den Geschäftsräumen des Eisbachtal-Sponsors HolzLand Jung in Weroth unterzeichnet. Die Vereinbarung hat zum Ziel, zukünftig eng im Jugendbereich zusammenzuarbeiten.
Hans-Jürgen Greiser, Vorstandsvorsitzender der SF Eisbachtal, begrüßte die Gäste aus Mainz sowie die zahlreichen Fußballfans, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Er dankte dem Sponsor der Sportfreunde, Patrick Jung, der für das Ereignis die Verkaufshalle seines Unternehmens „HolzLand Jung“ zur Verfügung gestellt hatte. Die Sportfreunde Eisbachtal sind der einzige Verein aus dem Westerwald und der dritte Partner, mit dem der FSV eine enge, partnerschaftliche Verbindung eingeht. Mit Regionalligist VfR Wormatia Worms und der SG Meisenheim läuft seit längerem erfolgreich eine solche Kooperation.
Firmenchef Jung freute sich über den großen Andrang in seiner Verkaufshalle, auch wenn die Besucher nicht gekommen waren, um Holz zu kaufen. Das Interesse vor allem der zahlreichen jungen Besucher galt in erster Linie den Repräsentanten des 1. FSV Mainz 05, darunter dem Mainzer Jungstar André Schürle. Die jungen Fans nutzten ausgiebig die Gelegenheit zur Autogramme-Jagd.
Von einem „Meilenstein für die Jugendarbeit“ sprach Frank Nett vom Vorstand der Eisbachtaler Sportfreund. Ebenso wie Hubert Friedrich, Jugendleiter und Vorstandsmitglied bei Mainz 05, zeigte sich Nett davon überzeugt, dass „beide Seiten etwas von diesem Vertrag haben“. Wenn sich große Clubs in früheren Zeiten bei anderen Vereinen nach Nachwuchs umgeschaut hätten, sei oft sehr schnell von „Spielerklau“ die Rede gewesen. Doch es gehe nicht darum, von „so genannten kleinen Vereinen Talente abzuziehen“, betonte Friedrich. Der sportliche Leiter der Jugendabteilung von Mainz 05, Stefan Hofmann, unterstrich, Mainz wolle vielmehr talentierten Spielern Möglichkeiten bieten, in einem entsprechend gut ausgestatteten Umfeld die Distanz zum Profi-Fußball erfolgreich überbrücken könnten. Mit mehreren hauptamtlichen Betreuern leiste Mainz 05 in der Nachwuchsförderung professionelle Arbeit, so die Sprecher des Bundesligisten.

Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Greiser (links) und Roger Perne, zuständig für die Zusammenarbeit mit Mainz, unterschrieben für die Eisbachtaler Sportfreunde den Kooperationsvertrag ...
„Wir wollen eine möglichst durchlässige Struktur für Talente aus Eisbachtal nach Mainz und umgekehrt bieten“, versprach Hofmann. Er freue sich, „mit einem Verein, der ein sehr gutes Jugendkonzept hat und seit Jahren für hervorragende Jugendarbeit steht, kooperieren zu können“. Das Trikot der Eisbachtaler Jugend trugen unter anderem Roman Weidenfeller vor seiner Zeit bei Borussia Dortmund oder der Ex-Mainzer und Deutsche Meister mit dem VfB Stuttgart, Antonio da Silva.
„Unser Ziel war und ist es, eine strategische Partnerschaft zu initiieren, von der beide Seiten dauerhaft profitieren“, erklärte Peter Schlaad, der Ansprechpartner von Mainz 05 für die Kooperationsvereine. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit Leben erfüllen, deshalb haben wir uns entschlossen, nur einige wenige Kooperationen dieser Art einzugehen.“ Der Bundesligist will neben Freundschaftsspielen mit den Sportfreunden auch gemeinsame Trainerfortbildungen und diverse Veranstaltungen im Jugendbereich wie beispielsweise gemeinsame Turniere zukünftig umsetzen. „Unsere Unterstützung soll auch die Ausbildung bei den Sportfreunden Eisbachtal noch weiter verbessern helfen“, fügte Stefan Hofmann hinzu. Indem die Qualität der Ausbildung vor Ort gehoben werden, steige auch die Attraktivität der SF Eisbachtal in der Region. Für die Spieler der Sportfreunde bringe dies den Anreiz, bei guten Leistungen auch mal bei den Mainzern trainieren zu können.

... während Hubert Friedrich (rechts), Jugendleiter und Vorstandsmitglied bei Mainz 05, für den Bundesligisten unterzeichnete.
Roger Perne und Frank Nett, beide bei den Eisbachtaler Sportfreunden verantwortlich für die Kooperation, versprechen sich von dem Zusammenwirken des Oberligisten mit dem Bundesliga-Verein eine weitere Qualitätsverbesserung bei der Jugendausbildung ihres Vereins. Der Optimismus bei den Eisbachtaler Verantwortlichen ist groß: „Wir sind überzeugt, dass wir durch partnerschaftliches Zusammenarbeiten gemeinsam mit Mainz 05 den nächsten Schritt nach vorne machen können. Für uns ist es eine große Chance, mit dem amtierenden Deutschen Meister der A-Jugend und dessen Ausbildungssystem eng verbunden zu sein und mit ihnen arbeiten zu können.“ Perne will für seinen Verein sogar die Option offenhalten, „einen solchen Weg auch mit einem Nachbarverein zu gehen, der nicht in der Klasse von Eisbachtal spielt“ und rechnet mit einem „Schub bei der positiven Einstellung Jugendlicher zum Fußball“.











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