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	<title>Kommentare zu: B&#252;rger f&#252;hlen sich in Verbandsgemeinde sicher</title>
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	<description>Magazin für Gesellschaft, Kultur und Umwelt</description>
	<lastBuildDate>Thu, 06 May 2010 19:48:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Herbert A. Eberth</title>
		<link>http://www.a-pro-pos.net/2010/02/buergerbefragung/comment-page-1/#comment-18</link>
		<dc:creator>Herbert A. Eberth</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 14:33:45 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Wirklich interessante Fakten sind d&#252;nn ges&#228;t.&lt;/strong&gt;

Die Ergebnisse der B&#252;rgerbefragung zum Thema &quot;Sicherheit&quot; best&#228;tigen das Fazit einer &#228;hnlichen Aktion von vor zehn Jahren: Die B&#252;rger f&#252;hlen sich in der Verbandsgemeinde Montabaur sicher. So sahen es Kriminaldirektor Volker Schmidt von der Polizeidirektion in Montabaur und auch der B&#252;rgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur, Edmund Schaaf.

Doch die bei der Pr&#228;sentation der Ergebnisse zur Schau getragene Zufriedenheit mit der &quot;gef&#252;hlten Sicherheit&quot; hat ein paar Haken: Da ist zum einen die Feststellung, dass die j&#252;ngste Befragung und ihre methodischen Grundlagen sich gar nicht mit jener von vor zehn Jahren vergleichen lassen. Wie also sollten sich dann die Ergebnisse der Befragungen vergleichen lassen?

Was hat sich im Vergleich zu 2000 ver&#228;ndert? In welchen Bereichen gab es nach Ansicht der B&#252;rger Fortschritte und wo m&#252;sste noch nachgelegt werden? Da beide Untersuchungen f&#252;r sich stehen, kann man an ihnen auch keine Entwicklung in Sachen &quot;Sicherheitsgef&#252;hl&quot; ablesen. Wirklich aussagekr&#228;ftige Fakten, die f&#252;r Polizei und Verwaltung von Interesse sein k&#246;nnten, sind d&#252;nn ges&#228;t. Daran &#228;ndert auch die Erkl&#228;rung der Polizeiverantwortlichen nichts, dass die Ergebnisse der Befragung weitgehend mit den Erfahrungen und Daten der Polizei &#252;bereinstimmten.

Die Kritik daran folgte prompt: Die Psychologische Psychotherapeutin Dr. Annelie Scharfenstein, die f&#252;r die Gr&#252;nen im Montabaurer Stadtrat sitzt, hegte beispielsweise starke Zweifel daran, dass die Aussage der Befragten zur Problematik &quot;Sexuelle Bel&#228;stigung&quot; wirklich repr&#228;sentativ sei und der Thematik angemessen. Sie geht von einer hohen Dunkelziffer auch in der Verbandsgemeinde aus, was die Polizeivertreter uneingeschr&#228;nkt best&#228;tigten.

Ein weiterer Haken hat weniger mit der Befragung selbst, sondern mit m&#246;glichen oder erwarteten Konsequenzen aus dem Gef&#252;hl der B&#252;rger f&#252;r Sicherheit zu tun. Die meisten Befragten w&#252;nschen sich n&#228;mlich eine deutlich st&#228;rkere &#246;ffentliche wie auch verdeckte Polizeipr&#228;senz. Wollten die politischen Vertreter dieser Erwartung nachkommen, m&#252;sste das Personal bei der Polizei erheblich aufgestockt werden. Wie aber sagte es Polizeihauptkommissar Reinhold M&#252;ller: &quot;Wir m&#252;ssen mit dem Personal auskommen, das wir haben.&quot;

So bleiben am Ende mehr offene Fragen, als diese Art der Untersuchung sie h&#228;tte beantworten k&#246;nnen. Positiv zu werten ist, dass sich &#228;hnliche Befragungen zu &quot;harten Fakten&quot; nach Aussage von Polizeioberkommissarin Zimmermann mit vergleichbar geringem Kostenaufwand bewerkstelligen lie&#223;en. Die B&#252;rger d&#252;rfen also gespannt sein, ob Politik und Polizei hier tats&#228;chlich am Ball bleiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wirklich interessante Fakten sind d&uuml;nn ges&auml;t.</strong></p>
<p>Die Ergebnisse der B&uuml;rgerbefragung zum Thema &#8222;Sicherheit&#8220; best&auml;tigen das Fazit einer &auml;hnlichen Aktion von vor zehn Jahren: Die B&uuml;rger f&uuml;hlen sich in der Verbandsgemeinde Montabaur sicher. So sahen es Kriminaldirektor Volker Schmidt von der Polizeidirektion in Montabaur und auch der B&uuml;rgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur, Edmund Schaaf.</p>
<p>Doch die bei der Pr&auml;sentation der Ergebnisse zur Schau getragene Zufriedenheit mit der &#8222;gef&uuml;hlten Sicherheit&#8220; hat ein paar Haken: Da ist zum einen die Feststellung, dass die j&uuml;ngste Befragung und ihre methodischen Grundlagen sich gar nicht mit jener von vor zehn Jahren vergleichen lassen. Wie also sollten sich dann die Ergebnisse der Befragungen vergleichen lassen?</p>
<p>Was hat sich im Vergleich zu 2000 ver&auml;ndert? In welchen Bereichen gab es nach Ansicht der B&uuml;rger Fortschritte und wo m&uuml;sste noch nachgelegt werden? Da beide Untersuchungen f&uuml;r sich stehen, kann man an ihnen auch keine Entwicklung in Sachen &#8222;Sicherheitsgef&uuml;hl&#8220; ablesen. Wirklich aussagekr&auml;ftige Fakten, die f&uuml;r Polizei und Verwaltung von Interesse sein k&ouml;nnten, sind d&uuml;nn ges&auml;t. Daran &auml;ndert auch die Erkl&auml;rung der Polizeiverantwortlichen nichts, dass die Ergebnisse der Befragung weitgehend mit den Erfahrungen und Daten der Polizei &uuml;bereinstimmten.</p>
<p>Die Kritik daran folgte prompt: Die Psychologische Psychotherapeutin Dr. Annelie Scharfenstein, die f&uuml;r die Gr&uuml;nen im Montabaurer Stadtrat sitzt, hegte beispielsweise starke Zweifel daran, dass die Aussage der Befragten zur Problematik &#8222;Sexuelle Bel&auml;stigung&#8220; wirklich repr&auml;sentativ sei und der Thematik angemessen. Sie geht von einer hohen Dunkelziffer auch in der Verbandsgemeinde aus, was die Polizeivertreter uneingeschr&auml;nkt best&auml;tigten.</p>
<p>Ein weiterer Haken hat weniger mit der Befragung selbst, sondern mit m&ouml;glichen oder erwarteten Konsequenzen aus dem Gef&uuml;hl der B&uuml;rger f&uuml;r Sicherheit zu tun. Die meisten Befragten w&uuml;nschen sich n&auml;mlich eine deutlich st&auml;rkere &ouml;ffentliche wie auch verdeckte Polizeipr&auml;senz. Wollten die politischen Vertreter dieser Erwartung nachkommen, m&uuml;sste das Personal bei der Polizei erheblich aufgestockt werden. Wie aber sagte es Polizeihauptkommissar Reinhold M&uuml;ller: &#8222;Wir m&uuml;ssen mit dem Personal auskommen, das wir haben.&#8220;</p>
<p>So bleiben am Ende mehr offene Fragen, als diese Art der Untersuchung sie h&auml;tte beantworten k&ouml;nnen. Positiv zu werten ist, dass sich &auml;hnliche Befragungen zu &#8222;harten Fakten&#8220; nach Aussage von Polizeioberkommissarin Zimmermann mit vergleichbar geringem Kostenaufwand bewerkstelligen lie&szlig;en. Die B&uuml;rger d&uuml;rfen also gespannt sein, ob Politik und Polizei hier tats&auml;chlich am Ball bleiben.</p>
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