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Koblenz. Am Montag, 26. Juli, wollen Bürgerinnen und Bürger mit Tröten, Pfeifen, Topfdeckeln und Trommeln vor dem Wahlkreisbüro des Koblenzer Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Fuchs (CDU) „Alarm schlagen“. Mit der Aktion wollen die Atomkraftgegner den von ihnen als „Atom-Hardliner“ bezeichneten Abgeordneten auffordern, seine bisherige Linie aufzugeben und sich bei Bundeskanzlerin Merkel für einen Verzicht auf längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke einzusetzen. Am Abgeordnetenbüro wollen sie dabei die Erklärung „Atomkraft abschalten“ übergeben, die bereits über 150.000 Menschen unterzeichnet haben.
Die Aktion unter dem Motto „Atom-Alarm“ ist Teil eines bundesweiten Aktionstages in rund 50 Städten, zu dem das Kampagnennetzwerk Campact aufruft (www.atomkraft-abschalten.de). Die Aktion beginnt um 17 Uhr in der Bahnhofstraße 29/Ecke Rizzastraße.
Mitveranstalter der Koblenzer Aktion ist auch das Anti-Atom-Netz Koblenz/nördliches Rheinland-Pfalz, ein Bündnis von rund 40 Einzelgruppierungen aus der Region. Das Anti-Atom-Netz hatte bereits wiederholt vor Parteibüros, insbesondere beim CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Fuchs und der FDP, für einen raschen Atomausstieg und eine „Energiewende jetzt!“ demonstriert. Am 26. April organisierte das Netz unter anderem eine große Anti-Atom-Demo in Koblenz mit über 2000 Teilnehmern und zahlreichen Bundes‑ und Landespolitikern.
Mit der Aktion “Alarm schlagen” will das Anti-Atom-Netz den öffentlichen Atomprotest allwöchentlich auf die Straße tragen. Mit so genannten „Montagsspaziergängen“ werden ab sofort jeden Montagabend die wichtigsten Koblenzer Parteiparteibüros besucht und dort die Forderungen an die Politiker mündlich wie schriftlich zum Ausdruck gebracht. Dazu erklärt Egbert Bialk, Vorstandsmitglied des BUND Koblenz und Koordinator des Anti-Atom-Netzes: „Unsere so genannten Volksvertreter aus den Regierungsparteien haben offenbar immer noch nicht begriffen, dass sie gegen die breite Mehrheit der Bevölkerung regieren. Fast zwei Drittel wollen keine Verlängerung der Laufzeiten zu Gunsten der Extraprofite der Atomkonzerne, sondern eine rasche Energiewende. An diesen Willen des Volkes werden wir die Regierenden wie auch die Opposition fortan jede Woche erinnern.“
Der erste Montagsspaziergang beginnt am 26. Juli nach der campact-Aktion beim Büro Fuchs und führt in die südliche Vorstadt über das FDP‑ und das SPD-Büro (beide in der Kurfürstenstraße) bis zu den Grünen (Hohenzollernstraße). Treffpunkt ist immer die Bahnhofstraße/Ecke Rizzastraße um 17:30 Uhr, das Ende ist etwa um 18:30 Uhr. Während des Spaziergangs wird die Bevölkerung informiert, z.B. auch über die geplante Großdemonstration am 18. September in Berlin. Weitere Infos hierzu unter http://AntiAtomNetzKoblenz.bund-rlp.de oder bei Egbert Bialk, Tel. 0261–94249722 e.bialk@t-online.de.
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