ver.di: Mehr als 3000 Beschäftigte streikten

Bahnen blieben im Depot. Nichts ging heute Morgen im Mainzer Nahverkehr, die 117 Busse und 23 Straßenbahnen der MVG fuhren erst wieder ab 12 Uhr. Insgesamt 90.000 Fahrgäste wurden nicht, bzw. verspätet befördert. (Foto: Dehnert)
Rheinland-Pfalz. Im ganzen Land haben heute 3300 Beschäftigte der Kommunen und des Bundes die Arbeit niedergelegt. In 25 Städten und Gemeinden beteiligten sich alle Bereiche des Öffentlichen Dienstes an einem Warnstreik, zu dem ver.di Rheinland-Pfalz im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde aufgerufen hatte.
In der Landeshauptstadt war über den ganzen Vormittag hinweg der ÖPNV lahmgelegt. Die 117 Busse und 23 Straßenbahnen wurden ab 12 Uhr wieder angefahren, rund eine Stunde später lief wieder alles planmäßig.
Ebenfalls im Warnstreik waren die Beschäftigten der Müllabfuhren in Mainz, Ludwigshafen und Worms mit insgesamt rund 500 Beschäftigten. Bestreikt wurden auch kommunale Kliniken, Stadtwerke, Stadtverwaltungen und verschiedene Einrichtungen der Bundeswehr und der Wasser‑ und Schifffahrtsämter in 25 Städten und Gemeinden des Landes.
In Ludwigshafen blieben von 35 Kindertagesstätten 29 geschlossen, in Mainz waren es nach Angeben der Stadt elf Einrichtungen. ver.di hatte den Streik bereits am vergangenen Mittwoch angekündigt. In Ludwigshafen wurde daraufhin eine Notfallvereinbarung zwischen ver.di und der Stadt abgeschlossen, in Mainz nicht.
Zwischen 11.30 und 12.30 fand eine zentrale Kundgebung in der Wormser Innenstadt mit 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. ver.di Landeschef Uwe Klemens forderte die Arbeitgeber auf, bei der kommenden Verhandlungsrunde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.
Klemens zieht ein positives Fazit des Tages: „Darüber dass Busse und Bahnen stehen kann man sich natürlich nicht freuen. Wir freuen uns, aber, dass so viele Kolleginnen und Kollegen hinter den Forderungen stehen. Die Arbeitgeber haben es jetzt in der Hand, dass ab nächster Woche wieder alles reibungslos läuft.“
Der Warnstreik ist auf einen Tag befristet. Am Dienstag sind wieder alle Bereiche dienstbereit. Ab Mittwoch, 10. Februar werden die Verhandlungen in Potsdam fortgesetzt.









